[Python-de] Python etc. Betrachtungen :o)

Markus Majer mm at mpathy.de
Son Jan 15 18:46:46 CET 2006


Diez B. Roggisch wrote:

>> Warum wird dort eigentlich so viel umgeschmissen?
>> Sollte man das alles, bei einer Programmiersprache, die auch im
>> kommerziellen bzw. professionellen Gebrauch bestehen soll, nicht ein
>> bisschen vorsichtiger sein?
> 
> Du verwechselst hier die  Einführung neuer Sprachfeatures und damit
> verbundener notwendiger innerer Strukturen mit der Entfernung von alten
> Zöpfen.
> 
> Python ist sehr abwärtskompatibel bei major releases. Es ist sehr
> selten, das alter Code bricht. Und für radikale Ideen gibt es Python3000.

Vor kurzem hab ich erst gelesen das sich seit 2.1 so gut wie alles geändert
hat ;o) was nun? ;o)
 
> 
>> Irgendwie kommen mir die ganzen Ideen die dazu.. gepfriemelt will ich
>> jetzt nicht sagen.. implementiert werden, bzw. den Gedanken möglichst
>> viele Programmierparadigmen unterzubringen, ein wenig inkonsistent und
>> nach ersten Anzeichen einer "Featureitis" vor? :o) Wenn du jetzt zudem
>> auch sagst, mit nem Handbuch vll. eher auf die neue Version warten? Vll.
>> erfährt man dann an der Arbeit daran, was in 2.6 wieder alles geändert
>> werden soll?
> 
> 
>> 
>> Gibt es jemand, der mir dieses Gefühl austreiben kann? Noch bin ich ein
>> Newbie, und noch schwanke ich zwischen Python und Ruby ;o)
>> (welches nur beständig erweitert, aber nicht umgekrempelt wird, und
>> konsequent objektorientiert arbeitet ohne Ausnahmen oder Hacks..)
>> Will ja keinen Flamewar anzetteln, will nur das blöde Gefühl loswerden
>> ;o)
> 
> Wo siehst du denn Hacks und inkonsistenzen? Nicht das es letztere
> bestimmt gibt, viele bemängeln ja das fehlen von Codeblöcken und
> anderem. Aber seid wann sind generator-expressions oder newstyle-classes
> Hacks? Das Gegenteil ist doch eher wahr: ohne sowas muss man  ggf.
> "drumrumcoden", bis hin zu den in JAVA allgegenwärtigen Codegeneratoren.
> 
> "Nee, decoratoren können wir nicht und brauchen wir nicht. Aber mit ein
> paar extra compilern, byte-code-injection & etwa 100 xml-files machen
> wir das eh viel besser!". Sicher.
> 
> Und wo ich immer _ganz_ hellhörig werde ist wenn jemand sowas wie
> "konsequent OO" in den Mund nimmt. OO ist schön und gut, aber nicht die
> SilverBullet, die viele in einer relogiösen Verklärung darin sehen.

Das war eine reine Gefühlaussage, die darauf beruht, wie ich OOP bisher
verstanden habe.

> Eine 
> Sprache wie JAVA die einen darauf festlegt und dann sowas dämliches wie
> 
> class Predicate {
>      public boolean apply(Whatever foo);
> }
> 
> von einem verlangt, weil sie nicht in der lage ist mit Funktionen als
> Werten umzugehen... na danke.

Java hab ich mir noch nicht so angeschaut - das soll die zweite Stufe nach
dem Erlernen einer Skriptsprache sein auf meiner Roadmap ;o)

> Und was Ruby angeht, da gibt es auch bei nur oberflächlicher Betrachtung
> auch so einige Warzen:
> 
> http://www.martinfowler.com/bliki/HumaneInterface.html

Interessant.

> ZB ist die string.join methode auf Arrays definiert. Das ist mir in den
> ersten zwei Minuten schon aufgestossen. Wie konsequent OO ist es denn,
> generische Containerklassen etwas über das zusammenkleistern von Strings
> beizubringen?

Ah so? Naja das ist natürlich blöd. 
 
> Nix gegen Ruby - und mehr als ein bisschen gespielt habe ich damit auch
> noch nicht. Aber der Weisheit letzter Schluiss ist das auch alles nicht.

Sag ich ja nicht - deswegen interessieren mich solche Meinungen und
Betrachtungen.
Ich bin ja noch am Sondieren, und entdecke immer wieder verschiedene Aspekte
von verschieden Sprachen :o)

Falls noch jemand anders Kommentare dazu hat, nur zu :o)

> 
> MfG Diez
> 
> _______________________________________________
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> http://python.net/mailman/listinfo/python-de

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