[Python-de] Client Server

Wolfgang Keller wolfgang.keller.nospam at gmx.de
Mit Jan 12 16:04:48 CET 2005


> WK> Wenn es sich um eine bezahlte Auftragsentwicklung handelt, kann es
> WK> natürlich sein, daß der Auftraggeber nicht wünscht, daß sein teuer
> WK> bezahlter Sourcecode veröffentlicht werden muß.
> 
> Er    bekommt    aber    dafür    auch    den   Code   aller   anderen
> Auftragsentwicklungen kostenlos. Sollte also im Normalfall eine
> Gewinnsituation für alle sein.

Jein. :-/

> Natürlich ist hier ein Umdenken der Firmen notwendig.
> Aber  sollte  dieses  Umdenken  einmal  stattfinden hat die GPL im ERP
> Bereich  Potential, weil in diesem Bereich sehr viel angepaßt wird und
> die Wiederverwendung dieser Anpassungen sehr schlecht ist.

Gerade im ERP-Bereich würden das die meisten Geschäftsführer gar nicht
gerne sehen, wenn "ihre" Anpassungen veröffentlicht werden müßten, da sie
höllische ANgst haben, daß diese Dritten etwas über die internen Strukturen
und Prozesse des Unternehmens verraten und sie somit ihren "Competitive
Advantage" preisgeben könnten.

Es sei denn, das Design und die Implementierung sind so flexibel, daß man
alle Unternehmensinterna mit Konfiguration erschlagen kann. Denn
Konfigurationsdaten (wie z.B. die .gcd-Dateien bei GNUe) fallen wohl nicht
unter die GPL.

Konkret für GNUe: Solange man XML bastelt, muß man es nicht
veröffentlichen, sobald man in Python schreibt, dann schon.

> Die  GPL  könnte  hier  helfen und gerade auch für Freiberufler bietet
> sich  hier  eine  Chance  aus offenen GPL Anpassungen maßgeschneiderte
> Lösungen einfacher zusammenbauen zu können.

Klar, das schon. Solange man es schafft, die Entscheider davon zu
überzeugen, daß mit dem Sourcecode keine sensiblen Unternehmensinterna
veröffentlich werden. 

MfG

Wolfgang Keller