[Python-de] Re: Re: Re: Suche "Python Programming on Win32"

Roland M. Kruggel rk-liste at gmx.de
Sam Sep 18 12:44:56 CEST 2004


Am Samstag 18 September 2004 11:18 schrieb Thorsten Kampe:
> * Roland M. Kruggel (2004-09-14 09:22 +0200)
>
> >> Nein.
> >
> > Doch.
>
> Die Buchhandlungen bieten das an, was sich verkauft (oder das von
> dem sie denken, daß es sich verkauft). Das ist natürlich auch
> eine Art von selbsterfüllender Prophezeiung, denn wenn ein Buch
> nicht ausliegt, wird es auch nicht gekauft, es sei denn jemand
> kennt das Buch und will genau dieses Buch. In einem solchen Falle
> kann man aber direkt Amazon bemühen.

Jain. In einer Buchhandlung bekommst du jedes Buch welches du 
möchtest. Ob dieses Buch allerdings auf Lager ist, daß ist eine 
andere Frage. Vielecht muß es bestellt werden. Bekommen tust du es 
aber in jedem Fall. 

Das liegt aber in erster linie an dem physikalischen Platzmangel der 
Buchhandlungen. Selbst die Großen haben nicht alle Bücher.

> > Ich sehe das anders. Da sitzt ein Autor Monate/Jahre lang und
> > recherchiert, trägt unmengen Infos zusamme, Tippt alles noch
> > fein säuberlich in eine Rechner rein, Überarbeitet es, lässt
> > korrekturlesen, Verbessert
>
> Wieso sollte sich das unterscheiden zu anderen Büchern (zum
> Beispiel Belletristik)? Die müssen recherchieren /und/
> schöpferisch schreiben. Die sitzen auch Monate und Jahre an ihren
> Romanen.

Ja. Eben. Das meine ich ja. Ich bezog das nicht nur auf die 
EDV-Literatur sonder auf die Lektüre im allgemeinen.

Wir sprechen die selbe Sprache nur mit anderen Worten.

> > ... Und das dann alles für 34 Euro. Ich  persönlich halte das
> > für durchaus ok. EDV-Fachbücher haben schon  immer um die 100
> > DM / 50 Euro gekostet.
>
> Das habe ich ja gesagt. Die Preise waren immer schon utopisch.
> Und komm mir bitte nicht mit dem "geringe Auflage"-Argument. Das
> ist Sache des Autors oder des Verlags.

Das ist richtig. Aber was machen wir dagegen. Keine Bücher mehr 
kaufen und dumm bleiben? Oder dem Autor (ok - dem Verlag auch) ein 
paar Euros zu verdienen geben.

> > Wenn die Autoren nichts mehr verdienen gibt es irgendwann gar
> > keine Python Bücher mehr. Dann bist du noch mehr am klagen.
>
> Wenn die Leute irgendwann keine (Computer-) Bücher bezahlen
> können und sie keiner mehr kauft (oder nur noch die
> Gutverdienenden) wird das Wehklagen erst recht groß sein.

Nein. Das wird nicht passieren. Da regelt sich der Markt wieder von 
alleine. Zu teuer -> Weniger verkauf -> billiger -> mehr verkauf.
Das ist das prinzip der freien Marktwirtscheft. Da die Bücher noch 
gekauft werden sind sie, nach diesen Regeln, nicht zu teuer.

> Wenn's so weiter geht, wird die Entwicklung ähnlich wie bei den
> CDs gehen: keiner kauft mehr CDs. Ich hab mir letzte Woche eine
> zwölf Jahre alte CD bei einem Versandhandel bestellt und war mal
> eben 25 Euro los. 50 Mark für eine einzige kleine CD!

Ist 'ne menge Geld. Aber warum stöhnst du. Du hast sie doch gekauft. 
Also du bist der Markt. - Es funktioniert auch mit 25 Euro.

> Ich kann nur hoffen, daß die Musikindustrie (in Deutschland) bald
> dem wohlverdienten, endgültigen Bankrott ins Auge sieht.

Jetzt begibst du dich aber auf dünnes Eis. Ich vermute mal das du 
nicht die tiefen Einblick in die interna der Musikindustrie hast um 
dir ein solches Urteil erlauben zu können.

Ändern kannst DU, egal ob im Buchmarkt oder in der Musikindustrie 
oder irgendwo anders, gar nichts. WIR könnten vieleicht was 
bewegen. Wenn jetzt alle Menschen in Deutschland keine Bücher mehr 
kaufen würden gingen die Preise sehr schnell runter. Aber möchtes 
du damit anfangen? Wie willst du ALLE Deutschen unter einen Hut 
bekommen? Andererseits: Frag doch mal einen Autor ob er, wenn er am 
Buch nur noch 5 Cent verdienen würde, noch eine weiter 
Auflage/Neuerscheinung seines Buches herrausbringen würde?

So, ich habe jetzt nochmal meinen Standpunkt dargelegt. Alles 
weitere können wir gern per PM weiterdiskutieren. Hier wird es 
ziemlich OT

cu

-- 
Roland Kruggel  mailto: rk-liste at gmx.de
System: Intel 3.2Ghz, Debian sid, 2.6.7, KDE 3.3.3