[Python-de] zope plone oder quixote

Diez B. Roggisch deets at web.de
Mit Jul 21 20:11:36 CEST 2004


Hallo,

> Für ein kleines Projekt extra Zope aufzusetzen ist wahrscheinlich
> häufig overkill. Wenn du aber ohnehin schon einen Zope-Server
> in Betrieb hast, dann kann sich die Situation wieder umkehren.
> Schliesslich kann Zope ja mehrere Domains bedienen, und der
> Administrationsaufwand für eine mehr ist fast vernachlässigbar.

Das sehe ich eigentlich genau andersrum: Eine Zope-Installation ist
normalerweise recht simpel, zumindest unter Linux - und unter Windows
sicher nicht komplizierter als apache + mod_python usw. Und da zope dann
schon arbeitsfaehig ist, muss man sich eben nicht mit datenbanken, deren
Installation, Konfiguration und an/einbindung in die webappserverwelt
kuemmern. Wenn man dann noch System wie zB ZMS
(http://www.zms-publishing.com/) nutzt (deren Installation sich auf
wenige Mausklicks beschraenkt), dann koennen sogar Leute ohne
Programmierkenntnisse innerhalb kuerzester Zeit nur durch Anpassen von
ein paar Templates ihre Kaninchenzuechtervereinsseite basteln.

Aber genau da liegt auch Zopes Problem - man ist weit weg von der sonst
ueblichen "http-request kommt rein, ich lese das aus und mittels vieler
print-Anweisungen bekomme ich dann eine html-seite"-Herangehensweise,
die man von php, jsp und Konsorten kennt. Das kennt und versteht der
Programmierer, da fuehlt er sich wohl.... kann man auch nachvollziehen.

Zope hat klar Schwaechen, die hier auch schon angesprochen wurden, wie
zb die etwas schwiergere direkte Programmierung in python (obwohl das
Minimalprodukt und die refresh-Moeglichkeiten fuer Produkte da Wunder
wirken), komplizierte Apis uzw. Und auch die zodb ist ein 2schneidiges
Schwert: Wer wegen (Kunden)anforderungen ein RDBMS benutzen _muss_,
verliert viel der netten Eigenschaften von Zope.

MfG Diez