[Python-de] Warum nicht Perl

Olaf 'Rübezahl' Radicke olaf_rad at gmx.de
Mon Jun 14 06:32:26 CEST 2004


On Sunday 13 June 2004 21:02, Thomas Guettler wrote:
> Hallo!
>
> Da ich vor kurzem mal wieder Perl programmieren musste, sind mir
> einige Dinge aufgestoßen, die nun schriftlich auf

Ich denke da vergleicht du Äpfel mit Birnen. So als würdest du
versuchen einen Mantafahrer von deinem 30-Tonner zu überzeugen.
In dem du ihm versuchst sein Auto madig zu reden, weil es kein
Zwischengas hat und sein Tank nur ein Zehntel von deinem fast.

Perl ist für Leute die normalerweise C programmieren und mal
eben schnell was automatisieren wollen. Guck die die Syntax
der (Quasi-)Objekte an. "objekt->funktion" das ist für ein
C-Programmierer ein Zeiger auf eine Funktion und keine Methode.
Da fühlt er sich gleich heimisch. Aber um die Munition zu geben,
behaupte ich mal, das perl-Code der mehr als 900 Zeilen hat,
meist nicht mehr debuggbar ist. Wenn z.B. Klammern Fehlen wird
als Fehlerquelle immer die letzte Zeile des Codes bzw. Funktion
genannt. Aber das ist für Perl-Programmierer belanglos weil
selten solange Perl-Scripte geschrieben werden. Ganz im gegenteil.
Wo immer eine Perl-Diskussion ausbricht ist spätestens der 15.
Beitrag Pro-Perl ein Beispiel-Code der aus einer Zeile besteht,
der das tut, was ein gepflegter Code in 30 Zeilen tun. Perl
ist optimal für "Einweg-Code" den nie wieder jemand ansehen,
verstehen oder gar verändern muss. 

>      * Builtin Regular Expresssions: In Python sind Reguläre Ausdrücke
>        mittels einer Bibliothek verfügbar. In Perl sind sie Teil der
>        Syntax der Sprache. Ich finde den Ansatz von Python sauberer.

Perl ist als "Regular-Expresssions-Sprache" erfunden worden.
Es sollte Log-Daten analysieren. Ich glaube Perl ist immernoch
um einiges schneller in dieser Disziplin als Python. Das ist
so, als wunderte man sich darüber das ein Flugzeug Räder hat,
wo es doch fliegen soll.

MfG
Olaf