[Python-de] Welcher Python-Editor fuer Linux?

Gerhard Häring gh at ghaering.de
Mit Jul 2 18:38:09 EDT 2003


Gerson Kurz wrote:
>>Die Empfehlungen für den VI verstehe ich nicht. Der VI ist imho neben dem
>>Emacs eine der schlimmsten Entwicklungen, die je ein Programmierer
>>hervorgebracht hat [snip rant]
> 
> +1.
> 
> Ich hatte heute wieder die zum Glück sehr selten-und-erlesene "Freude", mit
> VI zu arbeiten: per telnet auf einer hp-ux Maschine [...]

HP-SUX also ;-)

Wenn ich 'telnet' höre, weiss ich schon, dass da irgendwelche steinalten 
Monster Administratoren und -Computer sind. Stand der Technik ist für 
Remote-Terminalzugriff seit Jahren SSH.

> Ich verstehe jetzt auch, warum die Tastatursteuerung per hjkl funktioniert:
> weil das schimmlige Terminal die Cursortasten nicht kann 

Genau, die gab's nämlich noch nicht, als vi und Emacs entwickelt wurden.

> (in meinem Fall
> Backspace & Delete übrigens auch nicht, was das Editieren wirklich spassig
> machen kann). 

Die braucht man bei vi beide nicht. Der wurde genau dafür entwickelt, 
dass man ausser der Escape-Taste nur die Buchstabentasten braucht. Das 
ging dann nämlich auch damals auf allen Terminals, wo jeder Hersteller 
seine eigenen inkompatiblen Spezialtasten hatte.

> Das ist UNIX(TM): Anstatt dass man nach 30 Jahren es schafft,
> terminals einfach *RICHTIG* zu unterstützen, erschafft man editoren, 

Genau, UNIX(TM). Komischerweise funktioniert das nämlich z. B. perfekt 
mit SSH über putty und einer FreeBSD oder Linux-Kiste am anderen Ende. 
Mit Backspace, Delete, Funktionstasten usw. Halt kein UNIX(tm) ;-)

> bei
> denen hjkl zur Navigation benutzt wird (und / zum Suchen). Klasse.

Genau, Klasse, weil so logisch.

/ vorwärtssuchen
? rückwärtssuchen (ist auf Ami-Tastatur Shift-[/]

Natürlich bei vim auch mit Regular Expressions.

Und nur zur Info für den originalen Fragesteller: ich bin beileibe 
*kein* alter Unix-Hase, sondern mit WordStar-Tastenbelegung auf 
Turbo-Pascal aufgewachsen. Hab danach jahrelang auf Unix den 'joe' 
Editor in der WordStar-Version verwendet.

Da der jedoch irgendwann nicht mehr weiterentwickelt wurde und viele 
fortgeschrittene Features wie Syntax Highlighting, Makroaufnahme und 
Suchen und Ersetzen mit Regulären Ausdrücke nicht konnte, hab ich mir 
was leistungsfähigeres gesucht.

Und da gibt's im Highend-Bereich eigentlich nur zwei: (X)Emacs als klare 
Nummer eins und (g)vim. Mir taugte halt die vim-Tastenbelegung besser, 
drum ist's der geworden.

-- Gerhard