[Python-de] Welcher Python-Editor fuer Linux ?

Thilo Ernst Thilo.Ernst at first.fhg.de
Mit Jul 2 16:48:17 EDT 2003


Meine volle Unterstützung für SciTE.  Hier noch ein paar Pluspunkte mehr:

Christopher Arndt wrote:

> Ich checke das mal mit SciTE durch:
>
> Nico Grubert wrote:
>
>> welcher editor ist für linux (ich arbeite mit redhat 8.0) zu empfehlen ?
>> er sollte:
>>  + leicht zu handhaben sein
>
> [x] auf jeden fall, bloß die Optionen muss man größtenteils in 
> Textfiles anpassen
>
>>  + python syntax highlighting unterstützen
>
> [x]
>
>>  + html / xml syntax highlighting unterstützen
>
> [x] und C/C++, SQL, PHP und, und, und...
>
>>  + einen klassenbrowser besitzen
>
> [ ] nö, aber da könnte man ja vielleicht auch einen Externen benutzen 

Da SciTE Quelltextpositionen in anderen Dateien "anspringen" kann, so diese
in der Ausgabe eines Programms erscheinen und der Konvention
gehorchen, die der Python-Interpreter bei der Ausgabe von Stacktraces
verwendet, sollte auch eine provisorische Integration mnachbar sein. 

>
>
>>  + auf- und zuklappen von code blocks unterstützen (z.B. ganze klassen
>>  "zuklappen")
>
> [x] klassen, methoden, funktionen, if/else-blöcke...
>
> Außerdem:
>
> [x] automatisches einrücken
> [x] ein/ausrücken von ganzen blöcken
> [x] RegEx-Suche 

und Ersetzung. Auch "Find in Files". (Unter Windows braucht man ein kleines
zusätzliches Perl-Skript.)

>
> [x] verhält sich fast gleich unter Windows und Unix
> [x] ist schnell
> [x] kann externe Programme (Compiler, python, pychecker etc.) einbinden

Nicht nur das, man bekommt bei der Ausführung ein Shell-Fenster (als 
Splitwindow im Editor),
sieht die Ausgaben, kann eventuelle Fehlermeldungen anklicken, und 
landet sofort an der
richtigen Stelle im betreffenden File. Es gibt auch einen "stop 
execution" button/Menüpunkt, und
der Python-Interpreter läuft als separater Prozeß (im Gegensatz zu IDLE 
oder PythonWin,
wo ein crashendes Python-Programm die Entwicklungsumgebung mit in den 
Abgrund
ziehen kann, und wo man nie ganz sicher ist, ob nicht noch 
"Rest-Zustand" vom vorigen
Durchlauf irgendwo im Interpreter lauert).  Eine richtig gute Mini-IDE. 
Wiederum (fast) gleich
unter Linux und Win32, und (fast) gleich für die anderen von SciTE 
unterstützten Programmier-
sprachen.

Was fällt mir noch ein:
- (Optionale) Darstellung (und nützliche Präferenzeinstellungen zur 
Behandlung von) Tabulatorzeichen
  und Leerzeichen. Wer mit SciTE editiert, kann jeden diesbezüglichen 
Ärger bei der Arbeit
  mit Python-Quellen vergessen.
- alle Funktionen auch über Tastenkombinationen erreichbar, 
Standardkonfiguration hierfür
  lehnt sich grob an Windows-Konventionen an (Ctrl-C, Ctrl-V, etc. )
- Export nach HTML, RTF, LaTeX und (in der neuesten Version 1.52) PDF.

>
> [x] kann, glaube ich, auch call-tips anzeigen, wenn du ein Python 
> Api-File für dein Projekt generierst
>
> Ansonsten verwende ich auch gerne NEdit wegen der schönen Makrosprache 
> und den möglichen rechteckigen Markierungen.

SciTE kann auch rechteckig markieren.  Allerdings nur mit der Maus: 
Ctrl+Maustaste1, dann Rechteck "aufziehen".
(Habe ich auch erst kürzlich gelernt, steht etwas versteckt in der Doku.)

>
>
> HTH, Chris

Tja, ich verwende andere Editoren nur noch wenn es gar nicht anders 
geht. Oder wenn ich in WingIDE arbeite
- aber deren Editor basiert ja zum Glück auch auf Scintilla, also fühlt 
man sich sofort im großen und ganzen zu
Hause ...

Grüße, Thilo