[Python-de] Kleine Aufgabe, große Wirkung

"Martin v. Löwis" martin at v.loewis.de
Mon Apr 7 00:00:37 EDT 2003


Michael Janssen wrote:

> wieviel Sinn macht so ein Baum? Sag es mir bitte einer, denn ich bin kein
> Informatikstudent.

Typisches Beispiel: Ein Dateibaum. Wurzelverzeichnis (C:\, oder /), 
Unterverzeichnisse (\WINNT oder /usr). Sortierkriterium: Keines, ausser
vielleicht der Ordnunssinn der Systemautoren.
Suchaufgabe: Finde alle Dateien, die am 23.12.2001 geändert wurden.

"Breite zuerst" ist hier Geschmacksfrage, weil es z.B. als schöner
empfunden wird, wenn die kurzen Pfadnamen zuerst rauskommen.

> ich habe "Probleme" mit t ;-) Vielleicht hab ich ja was schrecklich
> einfaches übersehen. Sag es mir dann bitte. Ansonsten geh ich davon aus,
> dass das hier eine Aufgabe aus nem Bewerbungstest war, also den Probanden
> nicht zuletzt durch unlösbare oder nicht vernünftig lösbare Aufgaben unter
> Stress setzen soll.  

Es war eine Aufgabe aus nem Bewerbungstest (das war doch deutlich 
gesagt, oder?) Sie ist allerdings weder unlösbar noch nicht vernünftig 
lösbar. Es gibt einen "üblichen" Lösungsweg, den man entweder kennt oder
sich ableiten kann.

Es ging bei diesem Test *nicht* um ein echtes Problem, sondern vielmehr
die Schaffung von Datenstrukturen, um alle Knoten systematisch zu 
betrachten. Wichtig ist dabei, dass sich dieses Problem nicht (alleine) 
durch Rekursion lösen lässt (anders als die Tiefe-zuerst-Suche). 
Getestet wurde also, ob beim Kandidaten die Erkenntnis vorhanden war, 
das Algorithmen und Datenstrukturen austauschbar sind.

 > Weil ich mich als open source Programmierer fühle,
> brauch ich sowas nicht und würde eher t neu implementieren als mir über
> dessen Sortierung den Kopf zu zerbrechen.

Dürfen open source Programmierer keine wissenschaftlichen Methoden 
verwenden?

Ciao,
Martin

P.S. Ich fühle mich auch als Programmierer freier Software.





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