[Python-de] Zeitschriftenartikel zu Python?!

robert_kuzelj at yahoo.com robert_kuzelj at yahoo.com
Mon Nov 4 16:40:43 EST 2002


hallo dinu,

> ich weiss nicht, wie es dem Rest hier so geht, aber ich wundere
> mich regelmaessig ueber viele Zeitschriften, die fast schon so
> eine Art Kolumne zu allen moeglichen Themen im Umfeld von soge-
> nannten Skriptsprachen anbieten, aber selten wird Python dabei
> auch nur erwaehnt.
naja, ob gerechtfertigt oder nicht. andere sprachen haben eben
einen wesentlich hoeheren marktanteil. 

> Dabei ist es sehr einfach, etwas dagegen zu unternehmen, wie ich
> selbst herausgefunden habe. Das aktuelle Linux-Magazin (Ausgabe
> 12/2002, http://www.linux-magazin.de/Artikel/ausgabe/2002/12 )
> enthaelt einen Artikel von mir zum Thema PDF-Erzeugung mit dem
> ReportLab-Toolkit. Und tatsachlich ist noch ein weiterer Artikel
> zu Python drin. Aber ich will das nur als Aufhaenger nehmen.
> 
> Meine Erfahrung mit meinem Artikel ist durchweg positiv, es war
> eine sehr erfreuliche Zusammenarbeit mit dem Verlag und er wuer-
> de sehr gern weitere Artikel dieser Art bringen. Es muss sie nur
> jemand schreiben! Speziell fuer das LM hat Andreas Jung eine
> Weile kontinuierlich (alle zwei Monate) etwas geschrieben, will
> aber diese Tradition nun gerne weitergeben.
ich habe selbst einige java-artikel-vorschlaege eingereicht und
muss sagen, meine erfahrungen sind nicht ganz so gut. 
was mich (und viele bekannte mit denen ich ueber dieses thema
bereits diskutiert habe) of aergert, sind gerade vorstellungen
von irgendwelchen frameworks/libraries/produkten, die kaum einer
braucht (ich weiss, ich weiss - sehr provokant so eine aussage).
aber es ist halt oede die siebente vorstellung des selbst-
geschriebenen persistenz-fw von daimler-chrysler zu lesen. ;-)

> Die meisten Verlage suchen haenderingend nach Artikel, und die
> Vorstellung, dass einem nichts einfaellt, ist einfach falsch!
> Man muss nur mal ueberlegen, wass man letzte Woche so an klei-
> nen und grossen Problemchen geloest hat und meist hat man dann
> schon ein Thema!
klar suchen die artikel, aber eben in der laenge in der du es
auch sagst: 4-8 seiten je kuerzer, je besser. dummerweise kann
man mit solch einer einschraenkung kaum ein thema richtig entwicklen.
d.h. nicht nur das wie, sondern eben das warum und eventuell auch
andere gleichwertige wege beschreiben. imo ist eine beschreibung
eines FW einfach witzlos, wenn ich das problem schon gar nicht
verstehe weil ich es eben noch nie hatte.
 
> Ausserdem bieten Verlage von der Groesse dessen hinter dem LM
> den Vorteil, dass man ohne Probleme auch einmal einen Artikel
> von 6-8 Seiten schreiben kann (meiner hat etwa sieben), was bei
> den ach so etablierten Zeitschriften kaum drin ist, mal von
> uebereifrigen Redakteuren ganz abgesehen, die am liebsten an-
> derer Leute Artikel verhunzen.
wie bereits oben gesagt, finde ich 6-8 seiten im schnitt zu kurz
um die hintergruende einer loesung zu beleuchten.

meine erfahrung mit redaktueren/editoren dagegen ist sehr 
unterschiedlich. teilweise wird erstmal voller begeisterung der artikel/
vorschlag angenommen um dann anschliessend nie wieder was zu hoeren.
auch nach mehrmaligem nachfragen per email bekommt man keine reaktion.
was ich persoenlich einfach ne unverschaemtheit finde - man kann ja 
zumindestens mal signalisiere dass der artikel nicht gefaellt oder 
einfach nicht ins konzept passt oder was auch immer.

auf der anderen seite habe ich sehr gute erfahrungen mit dem
deutschen msdn-online gemacht (jaja, der grosse ueberfeind aus 
redmond). der editor hat sich sehr viel zeit und musse genommen um
sich um mich zu kuemmern. ich hab den artikel ungefaehr 5 mal
voellig umgeschrieben und muss sagen: es hat sich gelohnt. die
qualitaet ist wesentlich besser geworden aber es war natuerlich 
unglaublich schweisstreibend (ich darf gar nicht den stunden-
lohn dafuer berechen. das treibt mir die traenen in die augen).

> Diese Mailing-Liste ist eigentlich kein schlechter Platz, um
> die ein oder andere Idee zu einem Artikel zu diskutieren, und
> wenn jemand selbst einmal etwas schreibt, dann waere weniger
> Grund da, sich ueber die "unverdiente" Dominanz anderer Spra-
> chen im deutschen Blaetterwald zu beklagen.
prinzipiell haette ich schon zwei themen, die mich interessieren
und die ich beackern koennte. metaclasses und cheetah-templates.
aber auf 6-8 seiten - no way!

ciao robertj

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Robert Kuzelj  
Gaissacherstrasse 7           email: robert_kuzelj at yahoo.com
81371 Muenchen                tel:   0177/5302230

the trinity of desirables of (software) architecture:
Firmitas, Utilitas, Venustas (marcus vitruvius 20 BC)
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