[Python-de] Re: [Python-de] Wer drängt Python zur Seite?

Robert Rottermann robert at redcor.ch
Mon Nov 12 10:03:24 EST 2001


Ich habe in 20 Jahren Arbeit mit PC's eine ganze Reihe von revolutionären
neuen Programmierformen erlebt.

Vor so ca. 12 Jahren waren Smaltalkgeneratoren en vogue. Es wurde vielerorts
und ernsthaft behauptet, dass innert Kürze Programmierer nur noch für
hochspezielle Sonderaufgaben gebraucht werden alles andere erledigt der
Anwender mit einem 4th- oder 5thGL Tool selbst.
Ich habe ein dieser Zeit mit einer langen Reihe "normaler" und exotischer
Programmiersprachen gearbeitet. An der Uni erste Schritte mit Pascal (was
damals revolutionär war) dann Prolog Lisp, Forth später viel C C++ VB und
ein halbes Dutzend andere.
Was habe ich dabei gelernt:
1- Die Programmiersprache ist unwichtig, deren Umfeld hingegen entscheidend.
Eine "schlechte" Sprache mit guten Editoren, Debugern und Libraries schlägt
jede "gute" Sprachen um Längen.
2- Die Programmiersprache ist unwichtig, Applikationserfahrung ist
entscheidend. Programmieren ist wie Schwimmen. Man kann beides nur in der
richtigen Umgebung lernen. Schwimmen lernt man im Wasser und nicht in der
Turnhalle, Programmieren beim Erstellen einer "ernsthaften" Applikation die
vor den Anwendern bestand hat und nicht mit einem Tutorial. Dementsprechend
ist das Lernen einer Programmiersprache auf Vorrat ungefähr so sinnvoll wie
Schwimmübungen in der Turnhalle.

Die Gründe die zur guten Letzt die Sprachwahl bestimmen haben mit "Qualität"
ziemlich gar nichts zu tun.
- Wie viel Hipe umflort die Sprache.
- wie sexy ist sie
- Was habe ich greifbar
- Was benutzt mein Kollege
- Was für Altlasten müssen mitgetragen werden

so und jetzt muss ich mich der Arbeit mit einer sexy Progrmiersprache
widmen.

Gruss
Robert

PS:Fast hab ich die Moral von der Geschichte vergessen: Wichtig ist das
lernen von Arbeitstechnik,  effizientes Arbeiten im Team, in Applikationen
zu denken usw. Rubby, Python oder Java ist schnurz ...




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