[Python-de] Wer drängt Python zur Seite?

Gerhard Häring haering_python at gmx.de
Mon Nov 12 07:06:06 EST 2001


On Sun, Nov 11, 2001 at 04:54:43PM +0100, markus jais wrote:
> meiner meinung schadet es nie mehrere sprachen zu können
> man weiß ja auch nicht was wichtig sein wird in zukunft.
> 
> ich kann z.B. nahezu alles was in Java geht auch in Python oder C++ machen.
> trotzdem macht es z.B. aus Karriere gesichtspunkten her sinn, Java zu lernen
> denn C++ wird langfristig stark zurückgehen und Python Java bestimmt nicht
> verdrängen.
> 
> außerdem bieten neue sprachen auch immer wieder neue konzepte, die die
> art zu programmieren stark beeinflussen

Das ist fuer mich der allerwichtigste Punkt! Darum hatbe ich vor, fuer jedes
Programmierparadigma (wie nennt man das weniger geschwollen?) mindestens eine
Sprache zu lernen. Also objektorientiert, prozedural, funktional, deklarativ,
... Ich bin da noch ganz am Anfang und hab mir in den letzten Monaten ein paar
funktionale Sprachen angeschaut (Ocaml und Haskell). Mal eine ganz andere Art
zu programmieren zu sehen, kann den Horizont gut erweitern, denke ich.

Noch ein paar andere OO-Sprachen zu lernen, bringt mir da weniger.

Uebrigens schreibe ich auch ganz anderen Java-Code, seitdem ich Python gelernt
habe: ich bin z. B. ein Verfechter davon, explizit this (Python: self) zu
verwenden :-)

> On Sunday 11 November 2001 15:45, you wrote:
> > Warum sollte ich zusaetzlich noch Ruby lernen?

Dito. Ich hab mal kurz in die Doku reingeschnuppert, aber umgehauen hat mich
das weniger. Die angeblichen Schwaechen von Python, die da in irgendeinem Essay
erwaehnt wurden, werden sowieso irgendwann ueberwunden werden (ab 2.2 kann man
z. B. builtin types subclassen, etc.). Und wenn Ruby mal ein bischen gewachsen
sein wird, wird es sicherlich auch einige dunkle Ecken bekommen, genauso wie
Python. Mit der angeblichen Reinheit wird es dann genauso dahin sein.

Viel revolutionaerer erscheinen mir da Versuche wie Mozart-Oz, was mehr oder
weniger ein Sprachen-Framework zu sein scheint, mit dem man funktional,
deklarativ, objektorientiert und prozedural programmieren kann. Ich denke, wir
werden in Zukunft noch einige interessante Programmiersprachen kommen sehen.

Gerhard
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