[python-de] Python als erste Programmiersprache?

Christian Tismer tismer at appliedbiometrics.com
Thu Nov 26 16:44:20 EST 1998


Anselm Lingnau wrote:
Status: RO

> 
> Uwe Tapper <Uwe.Tapper at dlr.de> schreibt:
> 
> > hat schon 'mal jemand einem Kollegen oder einer Kollegin oder wem
> > auch immer Python als erste Programmiersprache empfohlen und konnte
> > dann verfolgen, wie die-/derjenige mit der Dokumentation - vor allem
> > der deutschen - klar gekommen ist?
> 
> Vielleicht ist das nicht dasselbe, aber wir haben im Wintersemester
> 1996/97 Python mit IMHO ganz beachtlichem Erfolg als erste
> Programmiersprache in einer Informatik-Anfängervorlesung eingesetzt. An
> Dokumentation gab es neben einer deutschen Übersetzung des (damaligen)
> Python-Tutorials nur die englischen Reference Manuals (das Buch von
> Mark Lutz kam erst während des Semesters heraus).

Ok, die Situation ist natürlich etwas spezieller, weil die Leutchen
mit dem Anspruch, was lernen zu wollen (oder gar zu müssen) da
reingehen. Was her muß ist Python als erste Programmiersprache
im Schulunterricht. Und das heißt eben auch, anderen Sprachen wie "VB"
etwas (entschuldige, aber das trifft's exakt) "geiles" entgegenzusetzen.
lso wir brauchen nicht nur mehr Buch, sondern auch mehr "App" und
vor allem viel Spielzeug, was die Kids so anmacht, daß sie lernen
wollen.

> Unsere Erfahrung ist, daß die Studenten trotz aller Hindernisse wie
> mangelnde Dokumentation schneller zu besseren Erfolgen gekommen sind,
> als das mit `traditionellen' Sprachen für die Ausbildung wie Pascal der
> Fall gewesen wäre. Statt viel Zeit mit den Eigenheiten einer Sprache wie
> Pascal, C++ oder Java, deren Syntax und der Verwendung der nötigen
> Werkzeuge (Compiler, Debugger, ...) zu verbringen, konnten die meisten
> Studenten nach einer neunzigminütigen `Crash'-Einführung und einer Reihe
> von Übungen zum Selbststudium ziemlich bald produktiv arbeiten. Als

Das ist allerdings prima. Ich hatte in einem Pythonkurs nach der zweiten
Sitzung eine Teilnehmerin (allerdings alter C-Hase), die bereits mit
einem abgeleiteten SGML-Parser daherkam. Motivation ist alles, und sie
brauchte gerade so ein Teil und biß sich durch.

> weiterer Nebeneffekt war es möglich, im theoretischen Teil der Vorlesung
> Algorithmen in (Beinahe-)Python anzugeben, ohne so viel an #include- und
> Variablendeklarationszeilen weglassen zu müssen, daß der Versuch im
> Lächerlichen geendet wäre. Die leistungsfähigen Datentypen von Python
> lassen es zu, Methoden zu demonstrieren, die in anderen Sprachen erst
> umfangreiche Vorarbeiten benötigt hätten, bis z. B. assoziative Arrays
> zur Verfügung stehen.
> 
> Ich würde vermuten, mit der besseren heute verfügbaren Dokumentation
> wird das ganze eher einfacher als schwieriger.

Wie sieht's mit Eurem Unterrichtsmaterial aus - geht Ihr ganz über's 
Buch, oder gibt's da ein Vorlesungsskript (mit lauter Skripts:-)?

Würde gern mal reinschauen.

ciao - chris

-- 
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